Die Pferde

Bis 1887 gab es im Westen keine Quarterhorses für die Rinderarbeit. Die kalifornischen Vaqueros und später die Cowboys ritten Mustangs spanischen Ursprungs (oder deren selbstgezüchtete Nachkommen).

Warum also soll ich die doppelte oder dreifache Summe für ein amerikanisches Pferd ausgeben? Wenn es aus dem trockenem Südwesten importiert ist, kann es mir noch passieren, daß es von unseren fetten deutschen Weiden die tückische und irreparable Hufkrankheit Rehe bekommt.

Ich möchte hier ausdrücklich alle die Reiter ermutigen, die in „normalen“ europäischen Pferden den Standard für das Freizeitreiten sehen. Im Hochleistungssport oder auf Westernturnieren sieht das eventuell etwas anders aus.

      

Meine Pferde sind ausgesuchte „Westernpferde“, mittelgroß, quadratisch, Pferde mit Vollblutanteil.

„Bunny“  (braun mit schwarzen Beinen) Ihr Großvater war „El Paso“, der erste bekannte Pintohengst,der aus den USA nach Deutschland kam. Sie hat aber auch einige gute Araber im Pedigree.
„Donald“ (Porzellanschimmel) hat vornehme arabische Hengste als Vater und Großväter, seine Mutter war ein einfaches Mädchen vom Lande namens „Karina“ ohne Stammbaum.
„Digger Barnes“ (Braunschecke = Pinto) sein Vater ist Araber, seine Mutter Haflinger.
„Ben“ (Goldfuchs) stammt aus Ungarn, woher die K u.K. Monarchie ihre Remonten für die Kavellerie bezog.

Jedes dieser Pferde hat seinen eigenen Charakter. Was sie gemeinsam haben ist, dass sie noch nie jemanden getreten oder gebissen haben. Es hat in vielen Jahren einen einzigen Fall gegeben, dass jemand vom Pferd gefallen ist. Um ganz ehrlich zu sein, dieser Reiter hatte wirklich selbst Schuld.